Am 04.12.2023 wurde der Abschluss der Arbeiten am Baulos „Eisackunterquerung“, das komplexeste Baulos im Rahmen des Projekts Brenner Basistunnel, auf der Baustelle gefeiert. Es handelt sich um ein Baulos, das großteils Untertage ausgeführt wird, wo der Tunnel, unter anderem, das Flussbett des Eisacks, die Staatsstraße SS12 und die Autobahn A22 unterquert hat. Gekennzeichnet ist dieses Baulos vom Lockermaterial, dem oberflächennahen Grundwasser und den geringen Überdeckungen. Das Tunnelsystem hat eine Länge von ca. 6 km und setzt sich wie folgt zusammen:
600m Tunnel in offener Bauweise
3.247m Tunnel in geschlossener Bauweise im Fels
828m Tunnel in geschlossener Bauweise im Hangschutt, konsolidiert mittels horizontalem Düsenstrahlverfahren
1.000m Tunnel in geschlossener Bauweise im Hangschutt, konsolidiert mittels vertikalem Düsenstrahlverfahren
240m Tunnel in geschlossener Bauweise im Hangschutt unter dem Eisack, konsolidiert mittels Bodenvereisung
Die Konsolidierung und der Ausbruch der Tunnel im Abschnitt der Eisackunterquerung erfolgte ausgehend von 4 großen Zugangsschächten (2 nördlich und 2 südlich des Flusses), mit einer Größe zwischen 700 und 1400m² und einer Tiefe von 25m.
Zur Ausführung der Bodenvereisung wurden ca. 30km Horizontalbohrungen unterhalb des Eisacks durchgeführt und es wurden über 17.000m³ Flüssigstickstoff eingesetzt.
hbpm nimmt an diesem wichtigen Projekt bereits seit 2015 als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für Projektmanagement und ÖBA gemeinsam mit Italferr SpA und Pini group teil. Ihre unterstützenden Tätigkeiten für den Auftraggeber (BBT SE) wird hbpm auch in den ersten Monaten 2024 fortführen.